SLA wurde bereits 1986 entwickelt und ist die erste 3D-Drucktechnologie überhaupt. Die SLA-Technologie setzt lichtempfindliche Polymere (Harze auf Epoxidbasis) ein, die durch das Einwirken von UV-Strahlung ausgehärtet werden. Es gibt zwei Konstruktionslösungen: Entweder das Drucken, wobei das Produkt vertikal nach oben (vom Fach aus) hergestellt wird oder die Herstellung vertikal nach unten (zum Fach hin). Die Technologie zeichnet sich durch eine extrem hohe Oberflächenqualität aus. Aufgrund der geringeren relativen Produktivität eignet sich SLA zwar eher zur Sicherstellung eines geringeren Anteils des Druckvolumens, jedoch kann mit dieser Technologie eine hohe gleichbleibende Qualität erzeugt werden.

DLP ähnelt der SLA-Technologie, bei der die Aushärtung auf der gesamten Oberfläche und immer auf der gesamten Schicht gleichzeitig erfolgt. Die Aushärtung erfolgt über einen UV-Projektor. Aufgrund der hohen relativen Produktivität eignet sich DLP zur Sicherstellung eines größeren Anteils des Druckvolumens. Bei einer engen Fokussierung des Projektors ist eine hochpräzise Fertigung möglich. Wenn der Projektor auf die Breite der gesamten Druckplatte scharf gestellt ist, nimmt die Qualität mit zunehmender Größe der beleuchteten Pixel ab.

Im Falle beider Technologien ist es notwendig, die Produkte mit Stützen zu drucken, die es ermöglichen, die Abmessungen und Form des Produkts beizubehalten.

Was macht SLA/DPL einzigartig?

Dank dem kleinen UV-Strahldurchmesser von 130 bis 150 Mikrometern und einer Schichthöhe von 25 bis 100 Mikrometern können mit der SLA-Technologie Teile mit sehr hoher Oberflächenqualität und Präzision gefertigt werden und sie ist somit eine der besten aller 3D-Drucktechnologien. Sowohl SLA als auch DLP bieten ein breites Portfolio an Materialien, die für verschiedene Anwendungen geeignet sind, z. B. für den Prototypenbau, die Fertigung von funktionsfähigen Produkten mit hoher Festigkeit oder Flexibilität, für medizinische Zwecke oder zur Anfertigung von Gussformen. Der Vorteil dieser Technologien ist das relativ große Druckvolumen, das den Druck großformatiger Teile in hoher Qualität ermöglicht.

Erleben Sie beispiellose Präzision und Detailfeinheit mit einem breiten Materialportfolio.
  • hohe Oberflächenqualität
  • große Detailfeinheit
  • hohe Produktionsgenauigkeit
  • breites Portfolio an Materialien für verschiedene Anwendungen

Wann ist SLA/DPL das Richtige?

  • Visuelle Prototypen für Produktdesign und Markttests
  • Präsentations- und Designmodelle mit hohem Detaillierungsgrad
  • Prototypen mit beschränkten mechanischen Eigenschaften
  • Vorteile für die Herstellung von Gussformen für das Vakuumgießen
  • Kleinserien von Endverbrauchsteilen mit komplexen Formen

Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologien sind sehr vielfältig. Lassen Sie sich von einigen davon inspirieren:

Technische Parameter

Parameter Wert
Durchschnittliche Vorlaufzeit Ab 24 Stunden, abhängig von Teilegröße, Anzahl der Komponenten und Fertigungsmaßstab
Druckgenauigkeit ± 0,5%, vorzugsweise ± 0,15 (bei kleineren relativen Abmessungen)
Schichtdicke mindestens 25 Mikrometer
Mindestwandstärke 0,4 mm
Druckvolumen 145 x 145 x 175 mm
Oberflächenqualität Teile direkt nach dem Druck zeichnen sich durch eine sehr glatte Oberfläche ohne sichtbare Schichtspuren aus. Die Farbe und der Transparenzgrad hängen von der Materialwahl ab.

Materialien

Es gibt verschiedene Arten von Harzen für die SLA/DLP-Technologien, die für verschiedene Anwendungen genutzt werden können:

Formlabs Black – ist ein vielseitiges schwarzes Material, gut geeignet für die Fertigung von Prototypen sowie funktionsfähigen Teilen. Hervorragende Oberflächenqualität direkt vom Drucker, ausgewogenes Verhältnis der Eigenschaften. Datenblatt herunterladen 

Formlabs White – ist ein vielseitiges weißes Material, gut geeignet für die Fertigung von Prototypen sowie funktionsfähigen Teilen. Hervorragende Oberflächenqualität direkt vom Drucker sowie ausgewogenes Verhältnis der Eigenschaften. Datenblatt herunterladen 

Formlabs Grey Pro – ist ein vielseitiges Material für die Fertigung von Prototypen sowie funktionsfähigen Teilen. Hervorragende Oberflächenqualität direkt vom Drucker sowie ausgewogenes Verhältnis der Eigenschaften. Datenblatt herunterladen 

Wie funktioniert SLA/DPL?

In dem SLA/DLP-Herstellungsverfahren wird das lichtempfindliche Polymer (Harz) schichtweise mittels UV-Licht ausgehärtet. Die in UV-Licht enthaltene Energie mit einer bestimmten Leistung und Wellenlänge verändert die chemischen Eigenschaften und die Struktur des Thermoplasten, sodass dieser lokal aushärtet. Nachdem jede Schicht ausgehärtet ist, wird das gesamte Druckobjekt vom Druckbett abgelöst, da die einzelnen Schichten sich durch die chemische Reaktion fest verbunden haben. Anschließend wird das Druckobjekt neu positioniert und der gesamte Vorgang auch für die weiteren Schichten wiederholt.

In diesem Video werden das Prinzip und die Verwendung der SLA-Technologie gezeigt: